FH Studiengänge

Fachhochschulen sind Hochschulen, die anwendungsorientierte Studiengänge anbieten, wie es die englische Übersetzung mit Universities of applied science bereits andeutet. Das Angebot der Hochschulen unterteilt sich in künstlerische, technische, sozial-, natur- und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Lediglich die Geisteswissenschaften sind den klassischen Universitäten vorbehalten.
Fachpraktika sind an den FHs meist vorgeschrieben und sie garantieren bereits in den ersten Semestern den Bezug zur Praxis. Mehr als 360 Fachhochschulen gibt es in Deutschland und an vielen von ihnen ist neben einem Bachelorstudium auch ein Masterabschluss oder ein Fernstudium möglich. Der Vorteil der FH Studiengänge gegenüber der klassischen Ausbildung an einer Universität liegt auf der Hand. Eine Praxisnahe Ausbildung hilft dem Studierenden ebenso wie den Unternehmen, die junge Leute mit Erfahrung einstellen können, doch natürlich haben die Studiengänge an einer FH nicht das gleiche akademische Niveau wie die einer Universität. Das liegt sicherlich daran, dass die zur Verfügung stehende Zeit auch in praktische Arbeitsstunden gelegt wird und muss letztendlich kein Nachteil sein.
Den Masterabschluss bieten die meisten Fachhochschulen allerdings erst, wenn als Bachelor einige Jahre Berufserfahrung gesammelt wurden. Dann kann diese Ausbildung auch berufsbegleitend erfolgen. An klassischen Universitäten wird länger studiert und am Ende ein höherer akademischer Grad erreicht, doch dafür erfolgt der Eintritt ins Berufsleben später und das kann auch einen Nachteil darstellen. Die große Vielfalt der möglichen Studiengänge an den deutschen Fachhochschulen zeigt aber, dass die praxisnahe Ausbildung bei Studenten und Arbeitgebern gleichermaßen gefragt ist und der Doktorgrad lässt sich auch als Absolvent einer Fachhochschule erreichen. Die modernen Ausbildungsmethoden mit praktischen Elementen in einem Unternehmen sind sicherlich nicht für alle Studienbereiche notwendig und sinnvoll, doch viele Branchen bevorzugen Studenten, die an einer FH unterrichtet wurden, weil sie bereits den praktischen Bezug zu ihrem theoretischen Wissen entwickeln konnten und damit schneller im realen Arbeitsleben ankommen als die meisten Absolventen einer klassischen Universität.



