Was soll ich studieren?

Die Frage nach dem persönlich besten Studiengang stellt sich meist schon in den letzten beiden Schuljahren, doch eine endgültige Entscheidung zu treffen, ist nicht einfach. In den letzten Jahrzenten wurden viele neue Studiengänge geschaffen und die Spezialisierungen haben deutlich zugenommen. Als erster Schritt auf dem Weg zur Entscheidungsfindung sollte man die persönlichen Eigenschaften sowie Charakterzüge und Vorlieben näher beleuchten.
Oft kann hier ein Praktikum in den Schulferien weiterhelfen, aber auch Schnuppertage in Unternehmen vor Ort bringen Schüler hierfür einen Schritt weiter. Stehen die grundsätzlichen Vorlieben fest, kann gezielter nach einem geeigneten Studiengang geforscht werden. Die Agentur für Arbeit hält hier viele Broschüren bereit und Berufsfindungstage mit der Schule sind eine weitere Möglichkeit, Licht in den Dschungel der Möglichkeiten zu bringen. Natürlich sollten neben den persönlichen Neigungen auch wirtschaftliche Gründe in die Entscheidung einfließen, denn nicht alle Studiengänge versprechen hinterher große Aussichten auf eine Anstellung. Vor allem Ausbildungen in künstlerischen Bereichen machen zwar große Freude, aber die Aussichten auf eine Festanstellung danach sind nur gering oder gar nicht vorhanden.
Da die meisten Studiengänge erst nach dem Grundstudium das Setzen von Schwerpunkten verlangen, kann auch ein Grundstudium begonnen werden, ohne zu genau wissen, welche Fachrichtung anschließend gewählt werden soll. Viele Studenten wechseln auch nach dem ersten Semester den Studiengang, was durchaus legitim ist. Es ist sicher besser im ersten Jahr schon zu wechseln und dann erfolgreich eine Ausbildung abzuschließen, als ohne großes Interesse durch die Studienzeit zu laufen und am Ende keinen guten Abschluss vorweisen zu können.
Die Suche nach einem Studiengang in der Nähe des Wohnortes ist keine gute Wahl, denn nur selten klappt dieser Spagat zwischen Privatleben und Berufswahl. Hier sollten eindeutig die Pläne für die berufliche Zukunft im Vordergrund stehen auch wenn einige hundert Kilometer zwischen Studienstadt und Heimat liegen. Nach dem Studium steht schließlich die freie Wahl des Arbeitsplatzes und dann kann man immer noch nach Hause zurückkehren.



